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BREEAM New Construction V7.1: Von der Planung zur tatsächlichen Gebäudeleistung

BREEAM New Construction V7.1 stärkt die Verbindung zwischen messbaren Leistungszielen, Inbetriebnahme und Betriebsergebnissen.

BREEAM New Construction V7.1: Von der Planung zur tatsächlichen Gebäudeleistung

BREEAM New Construction V7.1 verbindet messbare Leistungsziele stärker mit der Inbetriebnahme und den Ergebnissen im Betrieb. Energiemodell, Systemprüfungen, Zuständigkeiten und Leistungsdaten sollten bei Neubauprojekten von Anfang an gemeinsam geplant werden.

Was steht bei V7.1 im Mittelpunkt?

Die am 26. August 2026 veröffentlichte Fassung V7.1 ist eine gezielte Aktualisierung von Version 7, kein vollständig neues System. Laut der offiziellen Mitteilung wurden insbesondere „Project Brief and Design“ sowie „Commissioning and Handover“ gestärkt. Prognosebasierte Energiemodelle und Ziele für die Betriebsleistung erhalten mehr Gewicht. Für Neuanmeldungen gilt V7.1 als aktuelle Fassung; bereits unter V7 angemeldete Projekte können fortfahren oder kostenlos wechseln.

Ziele früh messbar festlegen

„Energieeffizientes Gebäude“ reicht als Ziel nicht aus. Kennzahlen, Messverfahren, Verantwortliche und Bewertungszeitraum sollten feststehen. Das gilt auch für Modellgrenzen, Nutzungsannahmen, Raumklima, Unterzähler, Inbetriebnahme und das Monitoring nach der Übergabe. Projektbrief, Anforderungen des Auftraggebers und technische Spezifikationen müssen zusammenpassen.

Modellprognose und Zusage unterscheiden

Ein Energiemodell zeigt die erwartete Leistung unter bestimmten Annahmen. Der tatsächliche Verbrauch hängt unter anderem von Belegung, Wetter, Betriebszeiten und Einstellungen ab. Dokumentieren Sie Modellversion, Klimadaten, Zeitpläne, Temperaturannahmen und Anlagenwirkungsgrade. Änderungen am Entwurf sollten im Modell nachvollziehbar sein; eine Prognose ist keine Verbrauchsgarantie.

Inbetriebnahme und Messkonzept verzahnen

Es genügt nicht, dass einzelne Geräte starten. Geplante Tests müssen zeigen, ob mechanische und elektrische Anlagen, Regelung und Messung gemeinsam wie vorgesehen funktionieren. Prüfumfang, Zuständigkeiten, Abnahmekriterien und Fachkompetenz sind früh festzulegen. Für jeden Zähler sollten System, Standort, Einheit, Erfassungsintervall und Kommunikation dokumentiert werden. Fehlende Daten dürfen nicht als Nullverbrauch erscheinen.

Lebenszyklusdaten und Betriebsergebnisse verbinden

BREEAM Version 7 berücksichtigt neben betrieblichen Emissionen auch gebundenen Kohlenstoff, Kältemittel und Verkehr. Ein gemeinsames Datenverzeichnis verknüpft Materialmengen, Umweltproduktdeklarationen, Energiemodelle und Anlagendaten samt Quelle und Version. So lassen sich Ökobilanzen und Entwurfsänderungen besser vergleichen.

Abweichungen nach der Übergabe untersuchen

Bei Unterschieden zwischen Prognose und Messung sind Nutzung, Betriebszeiten, Regelung, Defekte und Datenlücken getrennt zu prüfen. Korrekturmaßnahmen brauchen Verantwortliche, Termine und einen Nachweis ihrer Wirkung. Ein Dashboard kann Verbrauch, Inbetriebnahmeprotokolle und offene Maßnahmen zusammenführen, muss Prognosen und Messwerte jedoch klar unterscheiden.

Yörünge Kurumsal unterstützt Projektteams bei BREEAM-Vorbereitung, Lebenszyklusanalysen, Energiemessung, Anlageneffizienz und digitalem Monitoring. Bewertung und Zertifizierung erfolgen durch die jeweils zugelassenen Stellen. Dieser redaktionelle Leitfaden ersetzt weder den aktuellen technischen Standard noch die Beratung durch zugelassene Fachleute. Das Titelfoto zeigt One Angel Square in Manchester, nicht eine Zertifizierung des Gebäudes nach V7.1.

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